Achtung! Stillgestanden!

Name: Murray  Jones
Rang: Chief Warrant Officer 2
Stützpunkt: US-Army, Illesheim 
Auftrag:
- Lagebesprechung
- Verbessern der englischen Sprache der Verbündeten.

 

Achtung!Ja, so ungefähr lässt sich der  Ausflug unseres Englischkurses (Q11)  in die amerikanische Kaserne in Illesheim beschreiben.  Die Fahrt sollte eigentlich der Verbesserung unserer englischen Sprache dienen … eigentlich … Nach einer 40minütigen Reise wurden wir in Illesheim direkt am Bahnhof von Mr. Jones, der uns überraschenderweise mit einem „Guten Tag!“ begrüßte, abgeholt. Auch wenn er immer wieder von unserem Englischlehrer, Herrn Engelhardt, darauf hingewiesen wurde, dass er - unseretwegen - Englisch sprechen sollte, was ihm auch erheblich leichter fiel, fing er schon bald wieder an, die Sprache zu wechseln.

 

Achtung!Während der Einweisung und Ausweiskontrolle am Eingang wurde Mr. Jones noch von seiner deutschen Frau aufgehalten, die nicht, im Gegensatz zu den meisten anderen Angehörigen der Soldaten, in der Kaserne lebt. Schließlich liebt er zwei Dinge, und eins davon ist seine Familie. Nach einem langen Marsch durch das Dorf und das Dorf im Dorf, die Kaserne, erreichten wir unsere Hauptattraktionen: den Flugplatz, auf welchem ein reger Flugverkehr herrschte, und einen „AH-64 Apache“. Schon stellte sich heraus, dass dieser Hubschrauber die zweite Sache war, die Mr. Jones über alles liebt. Mit einem großen Lächeln auf dem Gesicht und schier unendlicher Begeisterung erklärte er uns jedes Detail seines „Babys“. So auch die verschiedenen Möglichkeiten, mit dieser die „bad guys“ zu töten.Achtung!
Zwar erstrebt auch er den Frieden, dennoch  übt er seinen Beruf mit großer Leidenschaft aus.
Ob Irakkrieg oder nicht, solange der Helikopter fliegt und er durch eine Linse in seinem Helm Objekte anvisieren und dann auf „evil people“ feuern kann, scheint die Welt für ihn in Ordnung. Mr. Jones ist keinesfalls ein Kriegsfanatiker. Er wurde, wie er selbst sagte, für diesen Job geboren. Schließlich ist er schon in der dritten Generation als Flieger tätig. So sah man ihm auch die Freude an, als er sich verabschieden musste, weil seine Flugstunde näher rückte. Ob man mit einer Maschine, welche bis zu 300 Ziele gleichzeitig bekämpfen kann, nun Frieden erreicht, bleibt zu bezweifeln.
Achtung!Und wer jetzt denkt, dass man als Soldat auf diesem Stützpunkt nur seinen Job im Kopf hat, liegt falsch. Neben einer Bowlingarena, einem Kino, einer Einkaufsstraße mit einer Filiale  der Fastfoodkette „Subway“, welche den Soldaten als Mensa dient, gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule. So ist für das körperliche und geistige Wohl der Soldaten und deren Familien bestens gesorgt. Aber auch unsere elfte Klasse konnte den Ausflug sichtlich genießen, vor allem, da an ungefähr jeder zweiten Straße ein Kinderspielplatz zu finden war. Zu meinem Erstaunen wird man - wie ich erkennen musste - wohl doch nicht so schnell erwachsen. Und der Ruf des Lehrers „Noch eine Rutsche, dann müssen wir aber gehen!“, bringt doch so manche Erinnerungen aus der Kindheit zurück.

 

Alexander Draheim Q11

 

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Bilder von Bastian Pöschl