Die Moral

Fragebogen Wie Moralisch bin ich -->hier<--

 

MoralMoral bezeichnet meist die faktischen Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder  -prinzipien bestimmter Individuen, Gruppen oder Kulturen, sofern diese wiederkehren und sozial anerkannt und erwartet werden. So verstanden, sind die Ausdrücke Moral, Ethos oder Sitte weitgehend gleichbedeutend und werden beschreibend (deskriptiv) gebraucht. Daneben wird mit der Rede von Moral auch ein Bereich von praktischen Urteilen, Handlungen oder deren Prinzipien (Werte, Güter, Pflichten, Rechte) verbunden. So verstanden, wertet eine Unterscheidung von Moral und Unmoral. Eine solche Bewertung kann als bloßer Ausdruck subjektiver Zustimmung oder Ablehnung verstanden werden (vergleichbar zu Applaus oder Buhrufen) oder als Beurteilung von Handlungen, deren Maximen oder sonstige Prinzipien in moralischer Hinsicht, d.h. als moralisch gut oder moralisch schlecht. Letzteres entspricht einem metaethischen Realismus. Die theoretische Ausarbeitung unterschiedlicher methodischer Vorgehensweisen und Kriterien moralischer Urteile sind Gegenstand der philosophischen Disziplin der Ethik.
Diese nette kleine Definition der Moral stammt aus Wikipedia, des Schülers bestem Freund. Aber hilft das nun zu sagen, was Moral ist? Kann man eine Definition für Moral geben, oder wäre das höchst unmoralisch?
Moral finden wir überall im Leben, ja sie bestimmt es bei vielen Menschen sogar. Die Moral schützt uns vor möglicherweise dummen Handlungen und soll zumindest das Leben erleichtern. Aber tut sie das auch? Wäre es nicht viel besser, sie würde nicht existieren?

Hierzu ein Beispiel:
Du läufst einem Mann im schwarzen Anzug hinterher, er öffnet seinen Aktenkoffer und 100 Euro segeln heraus. Ein Standartbeispiel, ich weiß, aber was soll man nun tun? Die Moral befiehlt: Gib ihm das Geld zurück. Man selbst denkt: Dieser Mann hat sowieso genug, so wie der aussieht, und ich kann’s gut gebrauchen.
Welche Seite jetzt siegt kann individuell unterschiedlich sein; aber es gibt sie dann doch, die „Moralapostel“, die das Geld zurückgeben.

Moral ist also, wie auch in der obigen Definition, ein individueller Wert, der von bestimmten Menschen oder Gruppen als richtig erachtet wird und sich etabliert.
D. h., die Moral kann sich auch durchaus verändern im Leben, wenn man z. B. etwas tut, was in bestimmten Kreisen als unmoralisch gilt, aber nur Gutes daraus zieht, wird dies bald für die Person zu einem Wert und somit Teil ihrer Moral.
Und so ist eine Definition für Moral aufzustellen ebenso lächerlich wie belanglos. Jeder Mensch hat seine eigene Moral, sie mag sich nur in einzelnen Aspekten unterscheiden, aber sie tut es. Auch wenn es so viele Menschen gibt, die mit dem Strom schwimmen, aber das ist ein anderes Thema.
Aber was, wenn man die Moral bricht?
Dann schaltet sich ein weiterer individueller Wert ein, das Gewissen. Wenn man denn eines hat. Das Gewissen zieht uns dann zur Rechenschaft, unsere eigens festgelegten oder allgemein gültigen Werte gebrochen zu haben. Also, warum sie überhaupt festlegen, wenn doch Regeln nur zum Brechen animieren. Lebt es sich also besser ohne Moral?
Zumindest lebt es sich dann ohne Gewissensbisse, aber nicht besser; man denkt zwar, man könne dann in jeder Situation seinen Vorteil herausschlagen, aber die harte Realität sieht anders aus. Denn die anderen haben genauso wenig Moral wie man  selbst, und schnell ist man selbst der Verlierer.
Schlussendlich bleibt mir zu sagen, dass die Moral das Leben nicht unbedingt bereichert, aber definitiv lebenswerter macht. Nur weiß keiner, ob wir die richtige haben…

Steffen Donath

 

Download als PDF -->hier<--