Doktor Faustus-Premiere - Report eines Insiders

Faust„Dies ist der Mann, hier sitzt er und studiert.“ Mit diesem Satz beginnt „Die tragische Historie des Doktor Faustus“, ein bewegendes Stück von Christopher Marlowe, in welchem Faustus, ein begabter Professor, seine Seele an den Teufel verkauft, um mit dessen Hilfe all seine Wünsche erfüllen zu können. Doch dies soll er noch bitter bereuen.


Dieses Drama führten wir, die Theatergruppe des Gymnasium Marktbreit, vergangenes Wochenende auf.


Schon lang bereiteten wir uns fleißig auf unseren großen Tag vor. Regelmäßig trafen wir uns donnerstags und freitags in der Pausenhalle unserer Schule und spielten unsere Szenen immer und immer wieder, bis sie perfekt liefen. Dabei wurde natürlich viel geschwitzt und gearbeitet, aber auch der Spaß blieb niemals aus =). Nach und nach kamen die Kostüme zusammen, Requisiten sammelten sich in unserem Fundus, und man konnte langsam schon erahnen, dass etwas Besonderes zu Stande kommt. Als wir dann auch noch beim Aufbau unserer Bühne selbst mit anpacken durften, stieg unsere Aufregung langsam, aber sicher an. Die Woche darauf wurde täglich geprobt, und ehe wir uns versahen, war es schon so weit. Es war der Tag der Premiere.


Stunden vor dem Auftritt kamen wir schon zusammen und gingen noch mal unsere Szenen durch, bevor wir uns dann auf den Weg in Kostüm & Maske machten. Dort gaben uns erst die lieben Kostümdamen und danach das Friseurteam den letzten Schliff. Schick gemacht, nutzten wir die übrige Zeit, um uns gegenseitig zu motivieren und Mut zu machen. Doch lang mussten wir nicht mehr warten, bis die Band anfing, das Intro zu spielen. Danach ging es auch schon los, die erste Szene begann. Hinter der Bühne lauschten wir alle gespannt nach vorne und drückten kräftig die Daumen, doch bisher schien alles gut zu laufen. Aber beim ersten großen Umbau wurde es hektisch, sieben Mädchen mussten in ein komplett neues Kostüm schlüpfen, fehlende Requisiten wurden gesucht, und die Gestressten mussten oftmals beruhigt werden. Aber auch hier stand nicht nur Chaos auf dem Programm, ein kleines Highlight war immer das Gruppentanzen bei „Walking on Sunshine“, oder wie die Jungs unbedingt die von der Bühne fliegende Schüssel fangen wollten, was natürlich auch zur Belustigung aller führte.


Nach der gelungenen Aufführung war die Erleichterung groß, und alle gratulierten sich gegenseitig zum Erfolg. Der krönende Abschluss war dann der tosende Applaus vom Publikum und die schönen Dankesreden an unsere helfenden Hände.

 

Chrissy Jurcic und Sebastian Klein

 

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