Filmkritik: The Social Network

Originaltitel: The Social Networkthe social network
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Länge: 121 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: David Fincher
Drehbuch: Aaron Sorkin
Musik: Trent Reznor, Atticus Ross

 

Inhalt:

Der Film behandelt im Wesentlichen die Geschichte des Harvard-Studenten Mark Zuckerberg und dessen bislang größte Erfindung: Facebook. Dabei wird mit zwei Erzählsträngen gearbeitet. Der chronologisch frühere zeigt, wie aus einer brillanten Idee und der billigen Website eines Studenten ein milliardenschweres Unternehmen wird, der zweite zeigt die Folgen eines derart raschen Aufstiegs. Hier sehen wir Zuckerberg in verschiedenen Gerichtsverhandlungen, in denen er einige Millionen seiner Milliarden vor neidischen Klägern verteidigen muss. 

 

Kommentar:

Mark Zuckerberg ist nicht wirklich ein Protagonist, der einem auf Anhieb sympathisch erscheint. Bereits in den ersten Szenen stellt er seine egoistischen, hochmütig-arroganten und kindischen Charakterzüge zur Schau. Auch im weiteren Verlauf des Films hat sich mein persönlicher Eindruck von ihm nicht unbedingt gebessert. Dennoch leidet man während des gesamten Films mit ihm, denn egal wie er handelt, irgendwie schafft er es dann doch immer, sich vor dem Zuschauer zu rechtfertigen. Meiner Meinung nach ein wundervoller Charakter, der wahrlich kein Held ist, dafür allerdings ein echtes Genie.
Obwohl es der Inhalt vermuten lässt, handelt es sich bei „The Social Network“ keinesfalls um eine teure Dokumentation, sondern um einen soliden Spielfilm, der es wert ist, gesehen zu werden. Zwar entbehrt der Film jeglicher Actionszenen und basiert nur auf Dialogen, doch Fincher gelingt es trotzdem scheinbar spielend, Spannung und Neugier in den Film zu packen. Trotz der auch spürbaren Länge des Films wird es während des Schauens nie langweilig. Der Schluss beendet den Streifen nach dem dramatischen Höhepunkt sogar recht abrupt.
Ein Paradebeispiel dafür, dass es auch in Hollywood gute Filme ohne harte Kerle und knallharte Action geben kann.

 

Johannes Grohmann Q12

 

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